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Förderung

Verschiedene Ministerien und Behörden bieten Förderungen für Fort- und Weiterbildungen an. Um Ihnen den Überblick zu erleichtern, haben wir die wichtigsten Förderprogramme für Sie zusammengestellt. Gerne beraten wir Sie in einem persönlichen Gespräch bei der Auswahl der passenden Förderung.

Bildungsgutschein

Einen Bildungsgutschein zur Finanzierung einer Weiterbildungsmaßnahme können Arbeitssuchende bzw. Arbeitnehmer, die von Arbeitslosigkeit bedroht sind, bei der Bundesagentur für Arbeit erhalten. Der Bundesagentur steht es jedoch frei, sich für oder gegen eine Weiterbildungsmaßnahme des Antragstellers zu entscheiden. Die Dauer der Förderung kann zwischen einigen Wochen und maximal 2 Jahren variieren. Der Antragsteller erhält von der Bundesagentur eine Bescheinigung, die beim ausgewählten Weiterbildungsträger vorgelegt werden muss. Die Weiterbildung wird mit 100% gefördert.

Bildungsgutscheine können bei uns – beispielsweise – in Umschulungen und Weiterbildungen eingesetzt werden.

Bundesagentur für Arbeit, Leistungen während der beruflichen Weiterbildung und Merkblatt „Förderung berufliche Weiterbildung“

Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein

Mit dem Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein (AVGS) können Ausbildungsuchende, von Arbeitslosigkeit bedrohte Arbeitsuchende und Arbeitslose eine Finanzierung für eine Maßnahme zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung des Jobcenters oder der Arbeitsagentur erhalten. Sie erhalten damit eine Förderzusage. Der Arbeitsagentur oder dem Jobcenter steht es jedoch frei, sich für oder gegen eine Maßnahme des Antragstellers zu entscheiden. Die Weiterbildung wird mit 100% gefördert.

Dieser Gutscheintyp kann bei lernen bohlscheid – beispielsweise – für Coachings eingesetzt werden.

Bundesministerium für Arbeit und Soziales

Bildungsurlaub NRW

Es handelt sich hierbei um eine bezahlte Freistellung von Arbeitnehmern bzw. von freien Mitarbeitern. Pro Jahr werden max. 5 Tage (bei einer 5-Tage-Woche) für berufliche und politische Weiterbildung gewährt. Der Antrag muss beim Arbeitsgeber schriftlich spätestens 6 Wochen vor Kursbeginn eingereicht werden. Der Antrag auf den Bildungsurlaub darf nur abgelehnt werden, wenn zwingende betriebliche oder dienstliche Belange oder Urlaubsanträge anderer Arbeitnehmer entgegenstehen.

Weiterbildungsberatung in NRW

Bildungsscheck NRW

Gefördert werden Betriebe oder Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit Zuschüssen zu einer Weiterbildung in Höhe von 50 % – höchstens jedoch 500 € pro Bildungsmaßnahme. Die andere Hälfte der Kosten tragen das Unternehmen oder die Beschäftigten selbst.

Voraussetzung: Ein Beratungsgespräch.

Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen

Bildungsprämie: Bildungsprämiengutschein oder Spargutschein (Weiterbildungssparen)

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit geringem Einkommen können alle 2 Jahre einen Bildungsprämiengutschein im Wert von max. 500 € oder 50 % erhalten. Der Prämiengutschein kann nur für Weiterbildungen eingesetzt werden, deren Veranstaltungsgebühr maximal 1.000 Euro beträgt (inkl. MwSt.). Voraussetzung für den Einsatz eines Spargutscheins ist ausschließlich das Vorhandensein eines entsprechenden Ansparguthabens nach dem Vermögensbildungsgesetz.

Voraussetzung: Ein Beratungsgespräch.

Bundesministerium für Bildung und Forschung

WeGebAU

Die WeGebAU wurde durch das Qualifizierungschancengesetz abgelöst. WeGebAU ist eine Förderung für Betriebe, die geringfügig qualifizierten oder älteren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern durch Weiterbildung und Qualifizierung bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt verschafft. Gefördert werden auch Beschäftigte in Zeitarbeitsunternehmen und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, deren Berufsabschluss oder letzte geförderte Weiterbildung mindestens vier Jahre zurück liegen. Geringqualifizierte und ältere Arbeitnehmer erhalten die Lehrgangskosten und einen Zuschuss zu den notwendigen übrigen Weiterbildungskosten. Der Arbeitgeber erhält unter bestimmten Voraussetzungen für den Zeitraum, in dem er seinen Mitarbeiter für die Weiterbildung freistellt, einen Zuschuss zum Arbeitsentgelt. Ebenso erhält er eine Pauschale zu den Sozialversicherungsbeiträgen.

Bundesagentur für Arbeit und WeGebAU-Modell der Arbeitsagentur, Faltblatt zum WeGebAU-Modell

Aufstiegs-BaföG

Gefördert wird die berufliche Aufstiegsfortbildung, d. h. gefördert werden diejenigen, die sich fachlich gezielt auf eine Prüfung – z. B. zum Fachkaufmann/-frau – vorbereiten, aber auch Bachelorabsolventen, wenn sie eine Fortbildung absolvieren. Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten einkommens- und vermögensunabhängig einen Beitrag zu den Lehrgangs- und Prüfüngsgebühren in Höhe von max. 15.000 €. 40% der Förderung gibt es als Zuschuss. Für den Rest gibt es ein zinsgünstiges Bankdarlehen. 40% Darlehenserlass gibt es auf Antrag bei Prüfungserfolg und bis zu 66% Darlehenserlass bei Unternehmensgründung. Zusätzlich gibt es einen pauschalen „Kinderbertreuungszuschlag“ für Kinder unter 10 Jahren. Einkommens- und vermögensabhängig kann Unterhaltsförderung beantragt werden.

Bundesministerium für Bildung und Forschung

Weiterbildungsprämie

Die Agentur für Arbeit und die Jobcenter zahlen 1500 € für eine erfolgreich bestandene Abschlussprüfung. Dabei sind einige Voraussetzungen zu beachten:

Sie machen eine Umschulung.

Ihr Jobcenter oder Ihre Arbeitsagentur fördern Ihre Umschulung mit einem Bildungsgutschein.
Die Ausbildung, für die Sie die Prüfung ablegen, dauert mindestens 2 Jahre.
Sie haben die Umschulung zwischen dem 1. August 2016 und dem 31. Dezember 2023 begonnen.
Dann können Sie die Weiterbildungsprämie beantragen. Nähere Informationen erhalten Sie bei Ihrem persönlichen Ansprechpartner.

Arbeitsagentur: Weiterbildungsprämie

Qualifizierungschancengesetz

Strukturwandel, Digitalisierung und Fachkräftemangel stellen Unternehmen vor große Herausforderungen. Die Bundesagentur für Arbeit unterstützt die Weiterbildung der Mitarbeiter zum einen durch eine Qualifizierungsberatung, die individuell auf das Unternehmen abgestimmt ist, zum anderen durch Förderleistungen wie die Übernahme von Lehrgangskosten
und Zuschüsse zum Arbeitsentgelt.

Qualifizierungsoffensive WEITER.BILDUNG! der Bundesagentur für Arbeit

Netzwerke und Jobsuche

Bei „sozialen Netzwerken“ denken heutzutage wohl die meisten erst einmal an Social Media und damit an Plattformen wie Facebook, Instagram & Co. In diesem Fall bezieht sich Netzwerke aber auf reale Beziehungsgefüge, also auf Ihre Kontakte zu Ihren Mitmenschen in Form von z.B. Familie, Freunden oder Bekannten. Die soziale Netzwerkanalyse wird vor allem in der empirischen Sozialforschung genutzt, um Relationen, Strukturen und Abhängigkeiten in einem sozialen Gefüge aufzuzeigen.

Forschung zu Netzwerken

Ein interessanter Forschungsgegenstand ist dabei der Einfluss von persönlichen Kontakten bei der Jobsuche. Viele haben schon einmal von Networking oder Beziehungsarbeit gehört und es ist schon längst kein Geheimnis mehr, dass der Kontakt zu den richtigen Personen beim Einstieg in die Arbeitswelt durchaus von Vorteil sein kann.

Der Soziologe Mark Granovetter (1973) wollte es genauer wissen und führte deshalb eine Studie zu den „Beziehungsarten“ durch, die Arbeitnehmer*innen zu ihren Jobs verholfen hatten. Er bat die Angestellten darum anzugeben, wie häufig sie dem Kontakt begegneten, der ihnen den Arbeitsplatz verschafft hatte. Dabei stellte sich heraus, dass die Kontaktperson häufig nicht in das Netzwerk enger Beziehungen integriert war und es sich stattdessen meistens um alte Bekannte aus Studienzeit oder frühere Arbeitskolleginnen handelte. Granovetter bezeichnet solche Art von Beziehungen als „schwache Beziehungen“, die sich durch eine gewisse Oberflächlichkeit auszeichnen. Mark Ganovetter berichtet in einem youtube-Video über seine Forschung zum Thema Netzwerke (englisch).

Schwache Beziehungen im Netzwerk

Schwache Beziehungen können nach dem Soziologen als „Brücken“ zwischen Personen bzw. Gruppen funktionieren, indem sie den einzigen Verbindungspfad zwischen zwei Punkten innerhalb eines Netzwerkes darstellen, über den Informationen weitergegeben werden können. Er argumentiert, dass schwache Beziehungen die als Brücken fungieren notwendig sind, um mit indirekten Kontakten in Verbindung zu treten und an neue, wertvolle Informationen außerhalb des eigenen Netzwerks zu gelangen. Das kann z.B. der neue interessante Job sein, von dem man vom Nachbarn erfahren hat. Sich nur auf starke Beziehungen zu verlassen kann von Nachteil sein, denn, so Granovetter, je weniger indirekte Kontakte jemand hat, desto mehr verschließt er sich vor dem Wissen über die Welt außerhalb seines eigenen Freundeskreises.

Jobsuche mit Netzwerk

Natürlich sind Beziehungen nicht alles und man sollte sich in der Arbeitswelt nicht nur auf Kontakte verlassen. Fachliche Kompetenzen und Soft Skills werden nach wie vor vom Arbeitgeber vorausgesetzt. Allerdings lohnt es sich, zusätzlich Kontakte zu alten Bekannten, Kolleg*innen oder Schulfreund*innen aufrecht zu erhalten oder wiederzubeleben. Man weiß nie, wie sie einem zu Gunsten kommen können!

Soft Skills – unterschätzte Türöffner in den Beruf

Punkten Sie bei Personalentscheidern mit Ihren Soft Skills!

Personalentscheider haben bei einer Stellenbesetzung zahlreiche Bewerbungsunterlagen vor sich liegen, die alle in etwa übereinstimmende Hard Skills aufweisen. Doch wer bekommt letztendlich den Job und die Zusage? – Jetzt kommt es vor allem auf Ihre „Soft Skills“ an, denn die machen am Ende den Unterschied.

Was sind Soft Skills?

Schlüsselqualifikationen oder soziale Kompetenzen sagen etwas über die Persönlichkeit, den Charakter und die Verhaltensweisen des Kandidaten aus und zeigen somit dem Arbeitgeber, ob er zur Unternehmenskultur und zu dem bestehenden Team passt. Sie werden schon in der Kindheit und Jugend erworben und häufig im Laufe des Lebens und Berufslebens weiterentwickelt, trainiert und im besten Fall perfektioniert.

  • Softskills: Sozial-, Selbst- und Methodenkompetenzen, z. B. : Durchsetzungsvermögen, Stressresistenz, Eigenmotivation, Selbstbewusstsein, Lernfähigkeit, Problemlösungsorientierung, Kundenorientierung, Umgangsstil, Loyalität, Leistungsbereitschaft, Selbstdisziplin, Teamfähigkeit, Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit, Neugierde, Kritikfähigkeit, Vertrauenswürdigkeit, Konfliktfähigkeit, Zielstrebigkeit, Empathie, Führungsqualität, Organisationsfähigkeit, Problemlösungsorientierung, Eigenmotivation…
  • Hardskills: Fachkompetenzen

Warum sind Soft Skills so wichtig?

Fachliches Wissen können Sie sich nach und nach aneignen, Ihre Soft Skills hingegen entscheiden aber, ob dieses Wissen zusammen mit anderen im Team angewandt werden kann. Der Personalentscheider wird sich Gedanken machen, welcher Kandidat am besten zum Team passt und dieses gut ergänzt. Und genau hier können Sie mit Ihren Soft Skills überzeugen, teilweise können Sie Abschlüsse, Noten und manch andere Kompetenzen damit ausgleichen.

Wenn Sie passende Soft Skills mitbringen, haben Sie einen Wettbewerbsvorteil.

Wer z.B. Aufgeschlossenheit, Kommunikationsstärke und emotionale Intelligenz mitbringt, wird seltener mit anderen Kollegen und Kolleginnen anecken, gut im Team arbeiten und dadurch auch mehr erreichen und genau darauf kommt es den Unternehmen an. Oft suchen Personalentscheider gezielt nach diesen sozialen Schlüsselqualifikationen im Anschreiben und im Lebenslauf.

Kennen Sie Ihre Kernkompetenzen?

Es gibt eine lange Liste an Soft Skills, die es einem schwermacht, seine eigenen Kernkompetenzen ausfindig zu machen. Können Sie über sich sagen, ob Sie besonders kommunikativ, belastbar oder sorgfältig sind? Besitzen Sie emotionale Intelligenz? Oder sind Sie vielleicht besonders sozial eingestellt oder stressresistent?

Nehmen Sie sich Zeit und setzenSie sich kritisch mit Ihren sozialen Kernkompetenzen auseinander. Sie können sich zum Beispiel über einen gewissen Zeitraum Gedanken zu verschiedenen Bereichen machen, die Aufschlüsse zu Ihren Präferenzen geben.

Einige Beispiele:

Oder erstellen Sie eine Liste unter Zuhilfenahme Ihrer Hobbys! Dort wird schnell ersichtlich, was Sie besonders gut können. Ihre Soft Skills lassen sich nämlich nicht nur im Job, sondern auch in Hobbys und Freizeitbeschäftigung erkennen.

Einige Beispiele:

Zweimal im Jahr organisieren Sie für einen Kinderverband einen Ausflug inklusive Programm vor Ort. Sie sind daher nicht nur sozial eingestellt, sondern sicherlich auch ein Organisationstalent.

Sie sind in Ihrem Sportverein der Kassenwart. Sie haben daher vielleicht eine Affinität zu Zahlen oder Sie finden analytische und logische Tätigkeiten interessant.

Sie sind Hobbyfotograf. Dies zählt als kreative Beschäftigung, die Geduld und den Blick für das Wesentliche verrät.

Sie spielen in einem Musikverein/ Band/Chor ein Musikinstrument oder singen. Dann besitzen Sie sicherlich Disziplin und Hingabe und haben einen Teamgeist. Wenn Sie zusätzlich noch öffentliche Auftritte haben, zeugt das von Selbstsicherheit.

>>> TIPP! Auch Hobbys & Freizeitbeschäftigungen geben Hinweise auf Soft Skills!

Fremdeinschätzung
Sehr hilfreich ist auch der Abgleich zwischen der Selbsteinschätzung und Fremdeinschätzung. Fragen Sie doch einmal Ihre Familie oder gute Freunde, was diese besonders an Ihnen schätzen. Geben Sie ihnen einen Tag Zeit und bitten Sie sie um Nennung von 5 Eigenschaften, die diese Ihnen zusprechen. Dann vergleichen Sie die Ergebnisse. Wo gibt es Überschneidungen? Welche Stärken werden immer wieder genannt? Sie werden überrascht sein, welche Stärken Ihnen durch die Fremdeinschätzung noch zugesprochen werden, die Ihnen zuvor vielleicht gar nicht so bewusst waren.

TIPP! Bitten Sie Familie und Freunde um eine Einschätzung Ihrer Kompetenzen!

Welche meiner Soft Skills nenne ich?

Filtern Sie heraus welche Soft Skills in der Stellenanzeige gefragt sind, vergleichen Sie mit Ihren Ergebnissen und verwenden Sie die Übereinstimmungen. Es kommt nicht auf die Quantität, sondern auf die Qualität an. Kernkompetenzen sollten mit Bedacht gewählt und durch konkrete Beispiele belegt sein.

Veranschaulichen Sie Ihre Fähigkeiten und Kompetenzen, bspw.:

Bei meinem letzten Arbeitgeber habe ich eigenständig ein Projekt entwickelt und durchgeführt. Diese Arbeit habe ich eigenverantwortlich und mit großem Spaß erledigt. Durch das Projekt konnte am Ende die Zufriedenheit der Kooperationsfirmen gesteigert werden.

Als meine persönliche Stärke sehe ich meine offene und freundliche Art, die es mir leichtmacht, auf fremde Menschen zuzugehen und neue Kontakte zu knüpfen. Diese Kompetenz kam mir besonders bei meinem Auslandsaufenthalt zu Gute. Zusätzlich konnte ich auch meine Sprachkompetenz bei der Auslandserfahrung weiter ausbauen.

Ich engagiere mich ehrenamtlich als Fußballtrainer_in in einem Sportverein. Neben der sportlichen Aktivität, reizt mich besonders die Arbeit mit einem großen Team und vielen unterschiedlichen Charakteren.

TIPP! Weniger ist mehr – konzentrieren Sie sich auf Ihre tatsächlichen Fähigkeiten

Die Einschätzung Ihrer Soft Skills ist ein wichtiger Teil unserer Coachings und Bewerbungstrainings.

Digitales Jobcoaching | Interview

Digitales Jobcoaching ist nicht nur ein Ergebnis der Digitalisierung, sondern auch ein Resultat der Kontaktbeschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie. Beide Entwicklungen führen zu einer starken Digitalisierung des Bildungsbereichs. Nicht nur der Fachunterricht findet zum Großteil über digitale Medien statt, auch Coachings zur Unterstützung bei Jobsuche und Bewerbung werden digital durchgeführt.

Wir sprachen mit Frau Orzessek.

Frau Orzessek, wie wichtig ist für Sie der persönliche Kontakt zwischen Coach und Teilnehmer in einem Jobcoaching?

Der persönliche Kontakt ist vor allem am Anfang des Coachings wichtig. Man lernt sich unmittelbar kennen und kann so besser Vertrauen aufbauen.

Was ist anders, wenn dieser Kontakt digital erfolgen muss?

Man muss als Coach viel präziser sprechen und man muss genauer darauf achten, was man sagt. Die ganze nonverbale Ebene der Kommunikation fällt ja weg. Die Reaktion auf das Gesagte ist im besten Fall hörbar, sichtbar ist sie aber oft nicht. Das kann zu Missverständnissen führen, die auch unausgesprochen bleiben. Das ist eine neue Herausforderung im digitalen Jobcoaching.

Welche Vorteile bringt Digitales Jobcoaching mit sich?

Der Coach muss den Klienten mehr sich selbst überlassen. Der Klient sitzt nun zu Hause und muss sich mit seinen technischen Möglichkeiten auseinandersetzen. Das lässt viele Probleme zutage treten, die sonst kurzfristig vom Coach gelöst wurden. Unter den aktuellen Umständen sieht man, was die Teilnehmer wirklich können, besonders im Bereich digitaler Anwendungen, aber auch was ihre sprachlichen Fähigkeiten (Grammatik, Rechtschreibung, Ausdruck) betrifft.

Der Digitalisierungsschub, der durch die Corona-Pandemie ausgelöst wurde, bringt deshalb auch für die Teilnehmer des Digitalen Jobcoachings eine kleine Qualifizierung mit sich, was sowohl persönliche als auch berufliche Vorteile bringen kann. Auch Geringqualifizierte lernen digitale Ressourcen und Kompetenzen, die sie zuvor vielleicht nur im privaten Bereich genutzt haben, für die Kommunikation im beruflichen Umfeld einzusetzen.

Die Kontaktbeschränkungen durch die Corona-Pandemie traten in Kraft, als Sie mit manchen Ihrer Klient*innen mitten im Coachingprozess standen.  Was hat sich dadurch in Ihrer Arbeit geändert, methodisch und inhaltlich?

Dadurch, dass die Vermittlung in Arbeit zurzeit schwierig ist, weil Betriebe kaum Grundlagen zur längerfristigen Personalplanung haben, können wir uns im Jobcoaching noch mehr auf die Erstellung von Bewerbungsunterlagen und die Erweiterung der Kompetenzen im Bereich Digitalisierung konzentrieren, zum Teil sehr lebensnah, ganz praktisch und konkret. Digitales Jobcoaching bietet so auch neue Möglichkeiten.

Wie haben Sie als Jobcoach die Zusammenarbeit mit den Klienten unter den aktuellen Bedingungen erlebt?

Wie gesagt, als Coach muss ich die Klienten jetzt mehr selber machen lassen. Sie müssen eigene Lösungen finden, vor allem bei technischen Problemen. Natürlich unterstütze ich sie dabei, wo es geht. Wenn die technischen Hürden einmal überwunden sind, merke ich aber, dass ich als Coach z.B. mit einem Video-Anruf sehr direkt in die Privatsphäre des Klienten eintrete.  Digitales Jobcoaching vermittelt so ganz andere Eindrück. Personen, die mit dem Klienten im Haushalt leben, sorgen mitunter für Ablenkung oder stören den Ablauf des Coachings. Manche Teilnehmer verlieren durch den Wegfall von Präsenzterminen auch die Routine und die Struktur im Alltag. Das sieht man z.B. an der Art, wie sich die Klienten in einem Video-Anruf zeigen (Kleidungsstil, Zustand des Wohnraums etc.)

Wie bewerten Sie diese Erfahrung mit dem Digitalen Jobcoaching im Nachhinein? Was haben Sie dadurch auch gelernt?

Diese Krise hat in kurzer Zeit zu großen Veränderungen in der Arbeitswelt geführt. Ich denke da besonders an das Thema Homeoffice, das ja lange Zeit mit vielen Hürden verbunden und oft gar nicht erst möglich war. Jetzt geht das auf einmal alles ganz schnell. Das damit verbundene Thema der Digitalisierung konnte ich dann ganz konkret an meinen Klienten nachvollziehen. Auch sie mussten sich in sehr kurzer Zeit mit ihren technischen Gegebenheiten auseinandersetzen. Da wurden die Grenzen sehr schnell deutlich. Gleichzeitig war es aber auch schön zu sehen, wie sich neue Möglichkeiten für die Klienten auftun, wenn sie selber Lösungen entwickeln müssen.

Was ist ein Coaching und was habe ich davon

Haben Sie sich schon einmal gefragt, was ein Coaching ist oder wie es Sie in Ihrer beruflichen Entwicklung voranbringen kann?

Die persönliche Entwicklung und die Auseinandersetzung mit den beruflichen Zielen kann durch ein Coaching wirkungsvoll unterstützt werden. Der Coach zeigt dem Klienten als neutraler Berater neue Wege und Möglichkeiten auf, um seine berufliche Situation zu verändern und zu verbessern. Solche Veränderungen können z.B. durch ein Coaching mit dem Ziel der Arbeitsaufnahme oder mit dem Ziel der Positionsveränderung im Job vorangetrieben werden.

In einem Vorgespräch wird das Ziel des Coachings definiert und die nachfolgenden Termine vereinbart. Es gilt dabei entscheidende Fragen zu klären: Welche Optionen gibt es, welche Potentiale und Ziele hat der Klient und wie könnte der erfolgversprechende Weg dorthin aussehen? Ein Coach konzentriert sich ganz individuell auf die persönliche Situation seines Klienten und entwickelt mit diesem gemeinsam eine maßgeschneiderte Strategie. Nicht jedes Coaching benötigt den gleichen zeitlichen Umfang. Sowohl die zeitlichen Abstände als auch die Stundenzahl können je nach Zielsetzung variieren.

Die Inhalte des Coachings ergeben sich aus der Zielsetzung und den persönlichen Voraussetzungen des Klienten. Innerhalb des Coachings kann eine Kompetenzfeststellung erfolgen, um die Stärken des Teilnehmers zu ermitteln. Daraus leiten sich konkrete Empfehlungen für weitere Entwicklungsmöglichkeiten ab. Eine Studie von Peter Behrendt ergab, dass ein Coaching dann besonders erfolgreich ist, wenn der Coach die Stärken, Ideen und Erfolge des Klienten betont.

Auch die Auswahl des richtigen Coaches ist eine unabdingbare Voraussetzung für den Erfolg des Coachings. Die Chemie muss stimmen. Der Coachingprozess kann dabei sehr vielgestaltig sein und ist oft durch einen Methodenmix geprägt. Für Arbeitssuchende besteht die Möglichkeit, die Förderung für ein Jobcoaching durch die Agentur für Arbeit oder die Jobcenter zu erhalten. Die fördernde Institution stellt dazu, beim Vorliegen der individuellen Voraussetzungen, einen Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein (AVGS) aus. Dieser kann dann bei einem Bildungsträger eingelöst werden.

Neue Berufs- und Aufgabenfelder entstehen und Veränderungsprozesse werden angestoßen. Berufliche Werdegänge werden immer komplexer und die Halbwertzeit von Wissen immer kürzer. Insgesamt schreitet die Entwicklung in vielen Arbeitsbereichen rasant fort. In diesem Kontext benötigen Mitarbeiter und Arbeitsuchende neue Impulse für ihre berufliche Zukunft, um sich orientieren und ihre Karriere gezielt planen zu können.

Der Erfolg eines Coachings ist so individuell wie seine Zielsetzung. Wer mit einer klaren und realistischen Zielvorstellung in das Coaching geht, wird Orientierung gewinnen und neue Impulse für den weiteren beruflichen Weg erhalten.

Jobcoaching – gemeinsam neue berufliche Ziele erreichen

Kennen Sie das? Irgendetwas läuft im beruflichen Leben schief und Sie landen in einem Job, der Ihnen keinen Spaß macht oder Ihre Erwerbsbiographie wird durch Ereignisse wie Krankheit unterbrochen. Sie fühlen sich nicht wohl mit der Situation, finden aber auch keinen richtigen Zugang, um die Situation zu ändern? Dann kann ein Jobcoaching Sie in Ihrer persönlichen Entwicklung und hin zu neuen beruflichen Zielen weiterbringen. 

Wenn Sie sich fragen, wie Sie an Ihrer Karriere arbeiten oder den beruflichen Wiedereinstieg meistern können, oder wenn Sie sich fragen, ob Sie auf dem richtigen Weg sind oder wie Sie ein bestimmtes Ziel erreichen können, dann ist Coaching eine gute Wahl.

Coaching kann eine Begleitung bei beruflichen Veränderungsprozessen sein. Es unterstützt Sie bei der Findung des eigenen Weges. Der eigene Weg ist dabei genauso individuell wie die persönliche Schwerpunktsetzung oder die individuellen Fragen, die sich Ihnen stellen. Das Angebot eines solchen Coachings kann aus unterschiedlichen Elementen bestehen. Die einzelnen Elemente werden je nach Klient ausgewählt.

Oft fehlt einfach nur Feedback. Viele Klienten drehen sich im Kreis und fragen sich, warum – beispielsweise – ihre Bewerbungen nicht erfolgreich sind. Feedback von einem Außenstehenden (Coach) kann hier wertvolle Impulse geben.

Zu einem Coaching gehört fast immer auch die Auseinandersetzung mit den persönlichen Stärken und Schwächen und die Erstellung eines Kompetenzprofils. Mit diesem Profil werden Sie in die Lage versetzt bessere berufliche Entscheidungen zu treffen. Nur wer wirklich weiß, wo seine Stärken, Schwächen und Kompetenzen liegen, kann sinnvolle Entscheidungen für seine berufliche Zukunft treffen.

Wir sehen uns mit Ihnen auch Ihre bisherige berufliche Laufbahn an und suchen mit Ihnen nach Anknüpfungspunkten, Potentialen und Ressourcen für das weitere Berufsleben.

Falls Ihnen Bewerbungsunterlagen fehlen, erstellt der Coach mit Ihnen gerne Anschreiben, Lebenslauf und Profilseite. Außerdem ist in allen unseren Coachings ein Termin bei unserem hauseigenen Fotograf eingeschlossen. Wir bereiten Sie auch gezielt auf Jobinterviews vor.

Coaches stellen sich mit Ihnen die Frage, was läuft gut und worauf kann ich aufbauen und was läuft noch nicht optimal. Wir finden mit Ihnen die Stolpersteine, die dafür sorgen, dass Sie bislang das volle berufliche Potential noch nicht entfalten konnten.

Coaching ist ein Angebot an Personen, die Herausforderungen des Berufs- und Arbeitslebens meistern müssen. Coaching kann eine wertvolle Hilfe sein, nur wenn es zu einer aktiven Zusammenarbeit zwischen Klient und Coach kommt, kann das Coaching erfolgreich sein.

lernen bohlscheid bietet Coachings für verschiedene Zielgruppen an. Sprechen Sie mit uns, welches Angebot für Sie das Richtige ist.

Leitbild

Unser Leitbild beinhaltet vier Leitmotive, welche die leitenden Werte von lernen bohlscheid darstellen. Es soll eine übergreifende und grundlegende Richtlinie für das Entscheiden und Handeln in unserem Unternehmen bieten.

Top Anbieter Weiterbildung 2022: Vielen Dank für Ihr Vertrauen

Wir freuen uns, dass wir wieder vom Focus-Business als „Top Anbieter Weiterbildung 2022“ ausgezeichnet wurden. Wir möchten „Danke“ sagen für Ihr positives Feedback und Ihr Vertrauen. Wir fühlen uns bestärkt und motiviert, diesen Weg mit und für unsere Kunden weiterzugehen.

Top Anbieter Weiterbildung 2021: Vielen Dank für Ihr Vertrauen

Wir freuen uns, dass wir vom Focus-Business als „Top Anbieter Weiterbildung 2021“ ausgezeichnet wurden. Wir möchten „Danke“ sagen für Ihr positives Feedback und Ihr Vertrauen.

Im Rahmen einer breit angelegten Studie basierend auf einer Onlineauswertung von VICO Research & Consulting und dem Wirtschaftsmagazin Focus-Business wurden von 20.000 Bildungsanbietern zur beruflichen Weiterbildung 315 als „Top Weiterbildungsanbieter“ ausgezeichnet und wir sind als regionales Bildungsinstitut mit unseren praxisnahen Angeboten dabei.

Die Ergebnisse der Onlineanalyse sind im FOCUS-BUSINESS „Wachstumschampions 2021“ Heft 03/20 veröffentlicht. Als Bewertungskriterien in der Social Listening Analyse wurden Reputation, Bekanntheit und Kundennähe herangezogen.

Wir freuen uns, dass unsere Leistungen und unsere stetige Weiterentwicklung so großen Anklang finden. Wir fühlen uns bestärkt und motiviert, diesen Weg mit und für unsere Kunden weiterzugehen.

Digitales Jobcoaching – Interview mit Coaching-Teilnehmer S. Kluge

Die Kontaktbeschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie führen aktuell zu einem starken Digitalisierungsschub im Bildungsbereich.

Nicht nur der Fachunterricht findet zum Großteil über digitale Medien statt, auch Coachings zur Unterstützung bei Jobsuche und Bewerbung werden digital durchgeführt. Welche Erfahrungen machen Teilnehmer*innen und Coaches damit? Wie erleben sie diesen Wandel? Interview mit Sebastian Kluge, Coaching-Teilnehmer.

Herr Kluge, die Kontaktbeschränkungen durch die Corona-Pandemie traten in Kraft als Sie mitten im Coachingprozess standen.  Was hat sich dadurch für Sie im Vergleich zum Präsenz-Coaching geändert?

Im digitalen Coaching fehlen natürlich die zwischenmenschlichen Aspekte. Es fällt etwas schwerer, das Gegenüber einzuschätzen. Außerdem ist der Informationskanal meist einseitiger, es fehlt eine gewisse Flexibilität. Zwischenfragen, Zwischeneinwürfe oder neue Gedanken können in einem persönlichen Gespräch besser aufgefangen werden. Außerdem schwingt im Präsenz-Coaching auch eine Spontanität mit, die zu neuen Gedankengängen und Ideen anregen kann.
Diese ungewohnte Distanzsituation fiel in meinem Fall aber nicht so sehr ins Gewicht, da ich zu Beginn des Coachings noch Präsenztermine wahrnehmen und meinen Coach persönlich kennenlernen konnte.


Welche Vorteile bringt es mit sich, wenn das Jobcoaching digital gestützt abläuft?

Zum einen fällt die Anfahrt weg. Je nach Standort können das für Hin- und Rückfahrt ja bis zu einer Stunde sein, die man dadurch einspart. Andererseits hat man alle seine Dokumente ohnehin meist auf dem PC. Auch, wie in meinem Fall, war es möglich, die Webseiten potenzieller Arbeitsgeber gemeinsam zu analysieren und daraufhin meine Bewerbungen anzupassen. Das fand ich sehr gut, da es sich mehr wie gemeinsames Arbeiten angefühlt hatte.

Was hat sich durch die Nutzung digitaler Medien für Sie im Coaching geändert?

Ich muss gestehen, dass ich eigentlich kein Freund der Telefonie bin. Dennoch verlief das Coaching auch über das Telefon sehr angenehm. Besonders positiv fand ich, dass ich mich im Anschluss an das Telefonat direkt an die erarbeiteten Aufgaben wie z.B. Stellen zu suchen oder einen weiteren Fragebogen auszufüllen machen konnte. Es fällt leichter, dies direkt danach zu erledigen, als z.B. durch die Fahrt nachhause in seinem „workflow“ unterbrochen zu werden. Man kennt das ja, wenn man nachhause kommt, ruht man sich erst einmal kurz aus und dann kommen einem tausend andere Sachen in den Kopf, die man eigentlich noch machen will. 

Wie bewerten Sie Ihre Erfahrung im Nachhinein? Was haben Sie dadurch gelernt?

Im Coaching selbst habe ich mehr Klarheit darüber finden können, in welche berufliche Richtung ich möchte. Und mir ist auch bewusstgeworden, dass ich ein Mensch bin, der viele Dinge kann und mein Lebensweg daher auch in Zukunft nicht immer geradlinig sein wird. Es war vor allem das Zwischenmenschliche, was mir noch einmal vieles offenbart hatte und was mir eine gewisse Leichtigkeit mitgegeben hat. Mir gefiel das Jobcoaching sogar so gut, dass ich nun auch ein Profiling machen werde, um die bisherigen Ergebnisse des Coachings noch weiter zu vertiefen.